Hochbeet bauen

Wie man ein Hochbeet bautEin eigenes Hochbeet zu bauen, ist gar nicht schwer. Ich kann das sagen, denn ich habe schon einige Beete selbst gebaut.

Und ich bin nicht sonderlich geschickt.

Und ich habe kein Profi-Werkzeug.

Und ich habe nicht einmal lange dafür gebraucht.

Und deshalb glaube ich, dass Sie das auch können.

Warum? Weil ich auf dieser Seite alles Wichtige für Sie zusammengetragen habe.

Fangen wir also an. Nachdem Sie diese Seite gelesen haben, sollte der Bau eines eigenen Hochbeetes kein Problem mehr sein. Versprochen.

Was Du für den Bau eines Hochbeetes brauchst

Wer ein eigenes Hochbeet bauen möchte, der braucht einige Dinge. Hier eine Liste, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen:

  • Holz: Nach meiner Erfahrung eignen sich Terrassendielen besonders gut. Aber auch jedes andere in Form gesägte Holz kann natürlich verwendet werden. Meine Hochbeete bestehen alle aus Douglasie. Auch andere Holzarten sind aber möglich. Das hängt ganz vom persönlichen Geschmack ab.
  • Handkreissäge: Diese brauchst Du, um die Bretter zu sägen.
  • Meterstab: Klar, um die Länge der Bretter zu messen.
  • Anschlagwinkel: Damit zeichnet man eine gerade Schnittkante an.
  • Bohrmaschine: Je nach Dicke des Holzes sollte die Maschine ordentlich Power haben. Ich verwende in der Regel eine Hilti-Bohrmaschine.
  • Schrauben: Ich verwende immer selbstschneidende Schrauben. Diese drehen sich ganz leicht in das Holz und man muss die Löcher so auch nicht vorbohren.
  • Teichfolie: Mit dieser werden die Innenseiten des Beetes ausgekleidet, damit das Holz keinen direkten Kontakt mit der Erde hat. So hält es länger.
  • Teppichmesser: Zum Schneiden der Folie.
  • Farbe: Eine passende Farbe, Lasur oder Lack sorgt dafür, dass das Hochbeet lange hält.

Gerade bei den teureren Werkzeugen sollte man sich überlegen, ob der Kauf Sinn macht. Schließlich kann man diese bei Freunden oder im Baumarkt auch leihen. Wer sie allerdings öfter braucht, sollte die Werkzeuge lieber kaufen. Dann kennt man sich mit den Maschinen besser aus und kann genauer arbeiten.

Arbeitsschritte

Kommen wir nun zu meiner Schritt für Schritt Anleitung. Damit sollte das Hochbeet-bauen kein Problem sein. Ich habe versucht alles so verständlich wie möglich auszudrücken und mit vielen Bildern aufzuzeigen.

Bitte wundern Sie sich dabei nicht, dass es sich nicht immer um das selbe Hochbeet handelt. Ich habe aus all meinen Projekten die aussagekräftigsten Bilder herausgesucht.

Schritt 1: Die Planung


Die Planung des Hochbeetes ist ein sehr entscheidender Schritt. Denn wer gründlich plant, hat am Ende weniger Arbeit. Wer schlecht plant, macht die Arbeit nämlich mindestens zwei Mal.
Die erste Frage, die man sich beim Hochbeet-Bau stellen sollte, ist: Wo soll das Beet später stehen?
Dieser Platz sollte sonnig und gut erreichbar sein. Wenn Sie einen solchen Platz gefunden haben, sollten Sie ihn genau vermessen. So wissen Sie, wie groß das Hochbeet einmal werden kann. Bedenken Sie dabei, dass Sie später die Pflanzen im gesamten Beet gut erreichen müssen.
Als Höhe für ein Hochbeet orientiere ich mich immer an einer Küchenarbeitsfläche. Für mich ist eine gute Höhe also ca. 90 Zentimeter. Wenn Sie allerdings kleiner sind oder hochwachsende Platzen anpflanzen möchten, sollten Sie das Beet niedriger planen. Es sollte auf jeden Fall so hoch sein, das Sie rückenschonend darin arbeiten können.
Am einfachsten ist es sicherlich, wenn Sie ihre Hände ausstrecken und messen, wie weit sie kommen. So können Sie einfach die maximale Tiefe des Beetes festlegen. Wenn das Beet von mehreren Seiten erreicht werden kann, addiert sich natürlich die mögliche Tiefe.
Überlegen Sie nun, welches Material Sie verwenden möchten. Klassischerweise verwendet man für den Bau eines Hochbeetes Holz. Dieses Material ist leicht zu bearbeiten, günstig in der Anschaffung und harmoniert gut im Garten.

Schritt 2: Der Materialkauf


Der Normalfall wird sein, dass man keine Holzreste in ausreichender Menge zur Verfügung hat. Man muss sich also Material kaufen. Ich habe mit dem Kauf von Terrassendielen gute Erfahrungen gemacht. Diese sind vorgefertigt und in Länge gesägt, sodass man später die Dielen nur in der Länge kürzen muss. Außerdem gibt es hier eine große Auswahl, sodass man die passenden Dielen für sein Projekt in Länge und Menge leicht findet. Des Weiteren sind sie in nahezu allen Holzarten verfügbar.
Diese kann man natürlich im nächsten Baumarkt kaufen, wo man auch noch auf etwas Beratung hoffen kann. Außerdem gibt es hier direkt passendes Werkzeug und weiteres Material.
Oder man kauft sein Holz im Internet. Dieses ist meist günstiger und hat den weiteren Vorteil, dass es bis an die Haustüre geliefert wird.

Schritt 3: Tragekonstruktion


Nun beginnt der eigentliche Bau des Hochbeetes.
Als ersten Schritt wird eine Tragekonstruktion gebaut. Diese besteht aus einem Kasten, der die Maße des späteren Hochbeetes minus die Dicke der Außendielen hat. Natürlich muss die Dicke der Dielen sowohl in der Länge zwei Mal (für links und rechts) und zwei Mal in der Tiefe (für hinten und vorne) abgezogen werden.
Für die Höhe sollte man dabei ein Vielfaches der Dielenbreite wählen. So spart man sich später die (unnötige) Arbeit eine Diele längs zu sägen. Auch sind bei einem Hochbeet in der Höhe ein paar Zentimeter mehr oder weniger nicht schlimm. Um an der Oberseite einen schönen Abschluss zu haben, sollte man die Tragekonstruktion auf halber Höhe des letzten Brettes anbringen. Dadurch steht das letzte Brett etwas über und man hat einen stimmigen Abschluss.
Der Würfel sollte mit langen Schrauben fest verschraubt werden. Bei langen Beeten sollte man zusätzliche Verstrebungen einziehen. Lieber hat man hier eine Verstrebung zu viel als zu wenig. Schließlich ist da die tragende Konstruktion des Hochbeetes.
Man beginnt damit zwei Vierecke zu verschrauben und diese dann durch vier Latten (welche die Höhe des Beetes ergeben) zu verbinden.



Hochbeet bauen Anleitung

Schritt 4: Verkleidung


Wenn der Rahmen fertig ist, geht es an die Verkleidung. Hierfür werden die Dielen außen auf die Tragekonstruktion geschraubt. Dafür müssen die Dielen auf Länge gesägt werden. Wer sich mit der Holverarbeitung schon ein wenig auskennt, kann die Kanten der Dielen auch auf Gärung sägen. Das bedeutet, die Kanten auf je 45 Grad zu sägen, damit diese perfekt aufeinander passen.
Ich säge die Holzdielen aber immer gerade ab, da mir der dadurch entstehende rustikaler Eindruck gut gefällt.
Beim Sägen muss man nur eines beachten: Am besten man beginnt mit der Frontseite und nimmt hierfür die gesamte Länge der Tragekonstruktion plus zwei Mal die Dicke der Dielen. So verdecken die vorderen Bretter nämlich die Kanten der Seitenteile







Hier kann man den Aufbau von innen noch einmal gut sehen:


Links und rechts ist die Verkleidung bereits angebracht. Vorne und hinten fehlt sie noch:

Schritt 5: Streichen


Als nächstes sollte das Hochbeet sowohl Innen als auch Außen gründlich gestrichen werden. Je nach Holzart und persönlichem Geschmack bieten sich hierfür Farben, Lacke oder Lasuren an. Damit das Holz länger hält, sollte man alle Stellen gründlich nach Anleitung anstreichen.




Schritt 6: Teichfolie anbringen


Wenn die Farbe trocken ist, sollte man Innen eine Teichfolie anbringen. Diese verhindert, dass die feuchte Erde an das Holz gerät und das Holz verwittert. Auch bildet man so eine Barriere für die Erde, die dadurch nicht an den Seiten des Beetes herausfallen kann.
Ich nagle die zugeschnittene Teichfolie an die obere Seite der Tragekonstruktion. So ist diese von außen und oben nicht sichtbar.
Am besten man schneidet die Teichfolie grob vor:





Hier erkannt man die Befestigung. Die Teichfolie ist an den oberen Balken der Tragekonstruktion genagelt:



Bei diesem Hochbeet war die Folie etwas zu lang, was aber nicht weiter schlimm ist. Solange das Wasser ablaufen kann, sollte es keine Probleme geben:

Schritt 7: Hochbeet befüllen


Nun kann das Hochbeet mit Erde befüllt werden. Im unteren Bereich kann man ruhig Steine einbringen, da diese ein schnelles Abfließen des Regenwassers garantieren. Man kann natürlich aber auch ein Gitter einbringen, dieses verhindert das Wühlmäuse oder Ähnliches an den Wurzeln der Pflanzen zu schaffen machen.
Je nachdem, was Sie in das Hochbeet pflanzen möchten, unterscheidet sich beim Befüllen das Vorgehen. Gemüse und andere Nutzpflanzen benötigen viele Nährstoffe, weshalb man möglichst viele organische Materialien einbringen sollte. Hierfür eignen sich Gartenabfälle bestens.
Im Grunde befüllt man ein Hochbeet von grob nach fein. Als erste Schicht sollte man Äste, und Zweige einbringen. Diese verrotten langsam und liefern so über lange Zeit wertvolle Nährstoffe.
Als nächstes kann man Laub oder dünnere Äste einbringen. Danach Kompost und ganz oben hochwertige Erde.
Ich habe allerdings auch schon Hochbeete gebaut, bei denen ich diesen Aufwand nicht betrieben habe, sondern einfach nur Erde eingefüllt und die oberste Schicht mit Pflanzerde vermischt habe.
Wer die Gartenabfälle aber sowieso hat, kann und sollte diese natürlich verwenden. So sind die nämlich auch direkt „aufgeräumt“.





Schritt 8: Bepflanzen


Wenn Sie so weit sind, haben Sie es im Grunde geschafft. Ich warte nach dem Befüllen des Hochbeetes meist noch einige Tage und lasse auch noch einen Regen darüber gehen, der dafür sorgt, dass sich die Erde noch einmal richtig setzt. Dann beginnt das Bepflanzen des Hochbeetes.
Achten Sie hier einfach darauf, was Sie an Gemüse und Kräutern mögen und was zu den Lichtverhältnissen passt.
Auch ist sinnvoll bei der Bepflanzung den Sonnenstand zu beachten. Pflanzen Sie die höchsten Gewächse immer von der Sonne weg und gehen dann terrassenmäßig nach vorne vor. So stehen sich die Pflanzen nämlich nicht gegenseitig in der Sonne.
Ansonsten gilt, was immer beim Gärtnern gilt. Wässern Sie die Pflanzen nach dem Einpflanzen gut.
Und schon ist Ihr selbst gebautes Hochbeet fertig!

Fazit

Und? Habe ich zu viel versprochen? So schwer ist es doch wirklich nicht. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Anleitung zum Hochbeet-Bau ein wenig helfen konnte und Sie die Scheu vor diesem Projekt verloren haben.